Die Dickatkapelle steht auf einem Hügel oberhalb des Schörgerbauern. Die Kapelle ist ganz gemauert und hat zwei Fenster (Glasmalerei). Vier Betschemel dienen zu Andachtsnahme. Auf dem Altarbild wird die Rosenkranzkönigin mit St. Dominikus und allen Ständen dargestellt. Sie wurde im Jahre 1820 erbaut und von einem Maler, namens Gros-Schopf, mit Gewölbebildern ausgestattet.

Seit der Renovierung im Jahre 1982 sind am Gewölbe alle Fresken übermalt und durch Bilder mit ähnlicher Bedeutung ersetzt worden: der Neid, der Verrat, die Hoffnung, der Glaube- und am Gewölbe Christus. Vor dem Altar wurde auch ein neues Schmiedeeisernes Gitter angebracht, um das Altarbild vor Dieben zu schützen. Restaurator war Kunstmaler Karli Monitzer, seines Zeichens auch Schischulleiter von Oberndorf.

Auf das Altarbild nimmt ein ziemlich großes Votivbild von 1860 Bezug: Jesus am Schoß der Muttergottes, reicht dem Hl. Dominikus (mit seinem Attribut, einem fackeltragenden Hund – „domini canis“ dargestellt) den Rosenkranz, davor ein Votant

Das Giebelfeld zierte einst ebenfalls ein Frestergottes mit den beiden in diesem Raum volkstümlichen Viehpatronen Leonhard und Sylvester als Beschützer von Oberndorf. Auf die beiden Viehpatrone wiesen zu beiden Seiten des Bildes Spruchbänder mit dem Text:

„Heiliger Leonhard und St. Sylvester beschützt uns vor der Rinderpest und andrer Krankheit vielerlei Euerer Fürbitt empfohlen sei.“